Bei diesen Einsätzen erleben Dorfhelferinnen immer wieder komplexe Situationen, die sie mit schwersterkrankten Menschen jeder Altersklasse vom Neugeborenen bis zum Greis oder sogar mit Lebensendsituationen konfrontieren.
Gerade die Versorgung von schwerkranken Kindern und Jugendlichen stellt die Familien und Dorfhelferinnen vor besondere Herausforderungen. Um die Dorfhelferinnen angemessen auf diese Einsätze vorzubereiten, hat sich die Seminarleiterin Frau Piehl gemeinsam mit dem „Netzwerk für die Versorgung schwerkranker Kinder und Jugendlicher e.V.“ dazu entschlossen, eine Unterrichtseinheit über Ambulante Palliativversorgung in die Ausbildung zu integrieren. In einem ersten Testlauf wurden die Dorfhelferinnen über die Besonderheiten von Palliativpatienten sowie über die Möglichkeiten von Palliativmedizin und Palliativpflege informiert. Besonderes Augenmerk wurde auch auf die Darstellung der bestehenden und sich entwickelnden Infrastruktur bezüglich der ambulanten Palliativversorgung von Kindern und Erwachsenen in Niedersachsen gelegt, mit dem Ziel die Dorfhelferin als Basisversorger in dieses Netzwerk zu integrieren.
Im Hinblick hierauf wurden die Dorfhelferinnen in kurzen Handlungsalgorithmen geschult, sowohl zur Antizipation von typischen Problemen in einer palliativen Lebenssituation als auch zur Bewältigung von Krisensituationen in der Zusammenarbeit mit Spezialisten. Das Betreuungsnetz für schwerkranke Kinder hat mit dieser Unterrichtskooperation eine neue Facette hinzugewonnen.